Hufrehe - Gefahr durch junges Gras

Hufrehe
Gefahr durch junges Gras

Unter Hufrehe versteht man eine nichtinfektiöse, für das Pferd sehr schmerzhafte Entzündung
der Huflederhaut. Auslöser ist häufig die übermäßige Aufnahme von Futtermitteln, deren Kohlehydratanteil
vom Dünndarm nicht ausreichend aufgeschlossen und verdaut werden kann (wie z.B. das langkettige
Zuckermolekül Fruktan). Diese Kohlehydrate, führen ab einer bestimmten Konzentration im Dickdarm zu einer
Übersäuerung und damit zu einem Absterben der physiologischen Darmflora. Dabei entstehen Giftstoffe
(Toxine), welche über die Darmschleimhaut rasch in die Pfortader und von dort in die Leber gelangen. Je nach
Funktionsfähigkeit der Leber werden diese hier entweder neutralisiert und ausgeschieden oder gelangen über
den Blutkreislauf u.a. in die Huflederhaut, wo die Toxine ( Gifte) zu einer massiven Durchblutungsstörung und
Entzündung führen können. Gerade im Frühjahr ist im ersten Weidewuchs mit höheren Fruktan-Gehalten zu
rechnen.  Die Weidezeiten sollten daher nur langsam gesteigert und ein plötzlicher Futterwechsel vermieden
werden. Zudem führt eine Stabilisierung der Darmflora durch Probiotika und vor allem eine Optimierung der
Leberfunktion (bessere Toxinentgiftung) zu einer deutlich geringerenAnfälligkeit für Hufrehe.

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